Wohnungseigentumsrecht

Was ist Wohnungseigentum?

In Deutschland gilt der Grundsatz, dass der Eigentümer eines Grundstücks gleichzeitig auch der Eigentümer all dessen ist, was fest mit dem Grund und Boden verbunden ist. Dies war über Jahrhunderte mehr oder weniger unproblematisch. Ein Grundstück, ein Haus, ein Eigentümer. Nach dem zweiten Weltkrieg war Deutschland gerade in den Ballungsräumen großflächig zerstört, so dass die Idee entstand, dass mehrere  e i n  Haus bauen können sollten, in dem jeder Eigentümer einer bestimmten Wohnung sein sollte. Dies ist kurz gesagt der Hintergrund für die Entstehung des Wohnungseigentumsgesetzes (WEG). Dieses ermöglicht es, daß auf einem Gundstück mehrere ein Haus bauen können, wobei dieses dann nicht allen gemeinschaftlich gehört, sondern einzelnen ganz bestimmte Wohnungen gehören.

Gemeinschaftseigentum oder Sondereigentum?

In Wohnungseigentumsanlagen ist aber nicht immer eine konkrete Eigentumszuordnung zu einer bestimmten Wohnung möglich. So ist z.B. ein Treppenhaus nicht einer einzelnen Wohnung zugeordnet. Auch gehört das Dach oder die Außenfassade nicht einer bestimmten Partei, ebensowenig gehört einem einzelnen die Heizungsanlage des ganzen Objekts. Im Wohnungseigentumsgesetz wird daher unterschieden in Gemeinschaftseigentum, also das allen gemeinsam Gehörende und Sondereigentum, das nur dem einzelnen Eigentümer gehört.

Der Hausverwalter

Das WEG schreibt vor, dass für jede Eigentumsanlage ein Hausverwalter zu bestellen ist, der auch die Aufgabe hat, die widerstreitenden Interessen der Eigentümer im Interesse des gesamten Objekts zu koordinieren und darauf zu achten, daß das, was allen gehört, in einem ordnungsgemäßen Zustand bleibt.

Ich bin seit über zehn Jahren Hausverwalter einer Wohnungseigentumsanlage mit 16 Mietparteien in Attendorn und habe auch daher einen guten Einblick in die Belange der Eigentümergemeinschaft und die vielschichtigen sowohl rechtlichen als auch tatsächlichen Probleme.

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